Konstruktion von Geschlecht durch Sprache


Prof.ecs Dr.ecs Lann Hornscheidt führt einen dreistündigen Workshop, in dem wir darüber lernen, wie Sprache dazu beiträgt, insbesondere geschlechtsbezogene Machtverhältnisse zu schaffen und zu erhalten. Wir wollen uns mit akademischer Sprachpraxis befassen und uns konkrete Beispiele dazu anschauen. Auch wollen wir zusammen überlegen, welches emanzipatorische Potenzial in Sprache liegt und wie wir es nutzen können. Wie sieht eine gerechte Sprache aus? Wie können wir als Lehrende und Studierende Sprache im akademischen Alltag einsetzen? Lann Hornscheidt ist auf dem Gebiet der Linguistik und Skandinavistik akademisch tätig. Hornscheidt hatte bis zum 1.12.16 die Professur für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU inne. Hornscheidt kritisiert die generelle zweigeschlechtliche Grundkonzeption der Gesellschaft („ZweiGenderung“) und deren Vorstellungen von Normalität und Kategorisierbarkeit. Geschlechtliche Diskriminierung kann nach Ansicht Hornscheidts, selbst weiß und nicht-behindert, nicht losgelöst von den gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen betrachtet werden, rassistische und ableistische Strukturen müssten daher stets mitbetrachtet werden. Ausgehend von der feministischen Linguistik befürwortet Hornscheidt eine geschlechtsneutrale Sprache, mit der sich auch diejenigen identifizieren können, die sich nicht als Mann oder Frau betrachten. In unserer Vortragsreihe wollen wir folgenden Fragen nachgehen: – Welche Erkenntnisse hinsichtlich Geschlechterdiversität bestehen in Biologie, Medizin,Sozial- und Kulturwissenschaften? – Welche verfassungsrechtlichen Anforderungen bestehen hinsichtlich der Anerkennungweiterer Geschlechter durch das Recht? Welche Herausforderungen würden entstehen,wenn das Recht zur Anerkennung von Geschlechtervielfalt überginge? – Wie ist das Verhältnis von Recht und Medizin zu verstehen? Sollte das Recht eineneigenständigen Begriff von „Geschlecht“ entwickeln? Der nächste Vortrag – und gleichzeitig auch der Abschlussvortrag dieser Reihe – findet im Juni statt: „Ein mehrdimensionales Modell von Geschlechterdiskriminierung – was das Recht von Biologie und Kulturwissenschaften lernen kann“ mit Dr. Ulrike Lembke (Juristin)

 

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AStA- Pronto “Sommer, Sonne, Semesterferien” JETZT online verfügbar.


Liebe Studierende,

es ist endlich so weit, die zweite AStA- Pronto des Sommersemesters 2016 ist nun online verfügbar. “Sommer, Sonne, Semesterferien”, lautet der Titel und das Motto des Heftes, denn die Vorlesungsfreie Zeit ist in sichtweite! Uns sind wieder einmal interessante Artikel zugekommen von den Interstudies, dem FSR Jura sowie WiWi, ViaMun und der Zeitbank. Auch haben sich unsere AStA- Referenten Florian & Moritz hingesetzt und Rückblicke über das Uni- Sommerfest
sowie das Turnier der Toleranz im Rahmen des „festival contre le racimse“ verfasst und mit anschaulichen Bildern versehen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
Hier gelangt ihr zur AStA Pronto.